A fracture and life finds its way
Ein Riss – und das Leben findet seinen Weg


Ein zartes Blümchen mit blauen Blüten, das vor einem verschwommenen, hellen Hintergrund steht.
Violette Blumen mit gelbem Hintergrund, weichgezeichnete Bokeh-Effekte.

die Hitze der Sonne
hängt still in der Luft
und rufende Grillen
bringen das Land zum Schweigen
lassen uns bei uns selbst

der Schlaf entgleitet
unserem Griff
und die Nacht presst
Erinnerungen und Gedanken
aus den Tiefen
unserer erdachten Gedanken

wir erwachen
vom Drängen des Tageslichts
und die Welt dringt
in unsere Stille ein
während unsere Träume
in sich selbst zurückfallen

ein Riss zieht sich
durch den glatten Alabaster
der Vase des Glaubens
aus Wünschen geformt

das Leben
sickert hindurch

(c) Njikoha Ebigbo 2026

the sun’s heat
is suspended in mid air
and the calling crickets
silence the land
leaving us to ourselves

sleep slips
from our grasp
and the night squeezes
memories and thoughts
from the depths of our
invented minds

we awake
to daylight‘s prodding
and the world invades our quiet
as our dreams fall back
into themselves

a crack runs along
the smooth alabaster
vase of belief
crafted from wishes

life oozes through

And so reality begins.
So beginnt Wirklichkeit.


We let time mean more than it does
Wir lassen Zeit mehr Bedeutung, als sie hat


Ein Graureiher steht auf einer frostigen Fläche, umgeben von verschwommenen Schilfpflanzen.
Ein Graureiher steht auf einer hellen Oberfläche, möglicherweise gefrorenem Wasser oder Nebel, mit einem schemenhaften Hintergrund.

Zeit ist ein Samen
der in Existenz explodiert
Sich in sich selbst ausdehnt
Anfang im Ende gespiegelt

Zeit ist ein Gewebe
In das hinein und aus dem heraus
sich Raum entfaltet
Schicht um Schicht, auf sich selbst gelegt

Zeit ist frei
Schließt, um zu öffnen
Alle Möglichkeiten
Unbeschränkt

Zeit ist eine Kraft
Die bewegt und formt
Ohne Zweck
In jeder Begegnung

Zeit ist ein Weben
Zöpfe eitler Schicksale
Aus Fäden von Entscheidungen
Getroffen oder gelassen

Zeit ist eine Spiegelung
Eine Intuition
Von Präsenz
Die keine Existenz erbittet

Zeit ist eine Vorspiegelung
Nicht zu übertreffen
Wenn Erfahrung und Unvollkommenheit zählen
Übertrifft der Betrüger sich selbst

Doch mir ist die Präsenz
Ich mag keine Macht haben
Und doch ist mein Leben gegeben, anderes Leben zu öffnen
Wenn ich keinen Grund habe außer dem Dasein
Dann liegt Macht jenseits der Erwartung
Zeit ist nur ein Werkzeug

(c) Njikoha Ebigbo 2026

Time is a seed
that explodes into existence
Expanding into itself
Beginning mirrored into end

Time is a fabric
Into and from
Which space unfolds
Beyond and upon

Time is free
Closing to open
All possibilities
Unbounded

Time is a force
That moves and sculpts
Without cause
In all encounters

Time is a weaving
Braids of vain destinies
From strands of choices
Taken or left

Time is a reflection
An intuition
Of the presence
That begs no existence

Time is a pretence
Not to be outdone
When experience and Imperfection matter
The impostor out does itself

But mine is the presence
I may have no power
Yet my life is given to open another
When I have no cause but existence
Then power lies beyond expectation
Time is but a tool

What remains when it doesn’t.
Was bleibt, wenn es das nicht tut.


Colour was made for winter
Farbe wurde für den Winter
erschaffen


Ein Eisvogel sitzt auf einem Stängel zwischen hohen, trockenen Gräsern in einem hellen, fast weißen Hintergrund.

Farbe wurde für den Winter erschaffen
Hoffnung für das Unglück
Gelassenheit für das Leiden
Liebe für diese Welt
Frieden wird verdient

(c) Njikoha Ebigbo 2026

Colour was made for winter
Hope for calamity
Serenity for tribulation
Love for this world
Peace is earned

Stillness does not mean emptiness.
What did this moment invoke in you?